Wechselnde Informationen aus der Zahnmedizin

Bakterium in der Mundflora spielt bei rheumatoider Arthritis eine Rolle (Thu, 23 Nov 2017)
Schon seit vielen Jahren wissen Ärzte, dass Patienten, die an chronischen Gelenkentzündungen (rheumatoider Arthritis) leiden, häufig auch an einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) erkrankt sind. Bei beiden Krankheiten spielen Entzündungsprozesse eine entscheidende Rolle und Forscher suchen schon länger nach Bakterien in der Mundhöhle, die ebenfalls bei beiden Krankheiten bedeutsam sein könnten. Nun haben US-Wissenschaftler ein Bakterium entdeckt, das wahrscheinlich jene Prozesse anschiebt, die zur Bildung von spezifischen Abwehrstoffen des Immunsystems führen: das sind sogenannte Autoantikörpern, die körpereigenes Gewebe angreifen und so die Gelenkentzündungen verursachen. Das Bakterium trägt einen zungenbrechenden Namen: Aggregatibacter actinomycetemcomitans. Die Wissenschaftler vermuten, dass eine genetische Veranlagung sowie eine Infektion mit diesem Bakterium die Entstehung einer rheumatoiden Arthritis anschieben kann. Ihr Rat lautet daher: wer seine Zähne gründlich putzt, sorgt nicht nur für eine gesunde Mundhöhle, sondern beugt auch anderen Erkrankungen vor.
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Karieslöcher schließen ohne Bohren (Tue, 21 Nov 2017)
Wenn Kariesbakterien zwischen Zähnen den Zahnschmelz geschädigt und eine „Zahnhöhle" – in der Fachspfrache Kavität genannt – erzeugt haben, geht bei der klassischen Behandlung mitunter auch gesunde Zahnsubstanz verloren, die beim Bohren zwischen den Zähnen beschädigt wird. Wissenschaftler von der Universität in Alabama erproben derzeit ein neues Verfahren, was Karieslöcher zwischen den Zähnen verschließen kann – ohne Bohren und ohne Schmerzspritze. Bei dieser sogenannten Harzinfiltration wird das Loch im Zahnschmelz zuerst gereinigt. Danach das flüssige Harz in die Zahnzwischenräume eingebracht und mit UV-Licht gehärtet. Allerdings funktioniert die Behandlung nur zwischen den Zähnen oder auf glatten Flächen mit kleinen Karieslöchern. Das Gel ist von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde bereits zugelassen, wird aber noch in Studien erprobt.
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Frauen nach den Wechseljahren: Beziehung zwischen Parodontitis und Krebs (Thu, 16 Nov 2017)
Frauen nach den Wechseljahren, die unter Zahnbettentzündungen (Parodontitis) leiden erkranken dreimal häufiger an Speiseröhrenkrebs als Frauen mit gesundem Zahnfleisch. Dies belegt eine Studie US-amerikanischer Forscher. Ebenso entdeckten die Wissenschaftler auch eine Verbindung zwischen Parodontitis und Krebserkrankungen von Brust, Lunge, Gallenblase und schwarzem Hautkrebs. Die Studie ist nicht die erste, die bei Menschen mit einer schlechten Mundhygiene ein erhöhtes Krebsrisiko nachweist. Die Ursache dieser Verbindung können epidemiologische Studie allerdings nicht erklären. Die Forscher vermuten jedoch, dass die Entstehung von Speiseröhrenkrebs durch Substanzen gefördert werden könnten, die aus den entzündeten Zahnfleischtaschen in die Speiseröhre gelangen.
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© Dr. Arnim Dörr