DR. MED. DENT. ARNIM DÖRR Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Praxiseigenes Meisterlabor 79777 Ühlingen-Birkendorf * Berghausstr. 16 * Tel. +49 (0) 7743 216
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Wechselnde Informationen aus der Zahnmedizin

Kinderzahngesundheit: besser – aber nicht überall (Tue, 20 Oct 2020)
Nicht nur die Zahnärzteschaft und ihre wissenschaftlichen Einrichtungen beobachten die Entwicklung der Zahngesundheit insbesondere der Kinder alljährlich mit besonderer Aufmerksamkeit: Auch Krankenkassen werten ihre entsprechenden Daten aus. Das macht auch deutlich, warum die Ergebnisse nicht immer übereinstimmend sind: Die untersuchten Kinder machen bei Krankenkassen-Daten immer nur eine Teilgruppe aus der Gesamtzahl der Kinder aus. Im Juli beispielsweise veröffentlichte die AOK Nordost solche Zahlen aus ihren Mitglieder-Datenbanken. Sie untermauern, dass die Zahngesundheit der Kinder zwar grundsätzlich auf einem sehr guten Weg ist – aber nicht überall gleichermaßen. So stellte die Kasse fest, dass in Mecklenburg-Vorpommern die Anzahl der Zahnfüllungen bei Kindern gesunken ist, im Land Brandenburg gleich blieb – und in Berlin leicht anstieg. Ein erfreulicher Aspekt, der sich in allen Nordost-Bundesländern zeigte: Die Eltern nutzen Vorsorgeangebote heute mehr als früher. Die Kasse begrüßte das dezidiert, weil früh erkannte Zahnschäden auch frühzeitig behandelt werden könnten. Früherkennungsuntersuchungen sind seit 1. Juli 2019 auch für Kleinkinder zwischen 6. und 33. Lebensmonat „Kassenleistung" – damit soll vor allem das Auftreten der sogenannten frühkindlichen Karies eingedämmt werden.
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Zahnfleischtaschen: Viren-Reservoir? (Thu, 15 Oct 2020)
Nicht zuletzt durch die intensive Forschung rund um den Auslöser der Corona-Krankheit Covid-19 sind Viren noch intensiver in das Blickfeld der Wissenschaft geraten. Dass dabei auch der Mund – ein Weg, durch den die Viren in den Körper gelangen – eine wichtige Rolle spielt, verwundert daher nicht. Französische Wissenschaftler beispielsweise haben untersucht, welche Rolle Zahnfleischtaschen in der Infektionskette spielen. Über die noch junge und gerade anlaufende Studie berichtete kürzlich eine große Zahnärzte-Fachzeitschrift. Untersucht wurde der sogenannte Biofilm in diesen Taschen: Der Biofilm ist ein Mix aus verschiedenen Bakterien und anderen Keimen, die zum Infektionsgeschehen rund um das Zahnbett beitragen – und durch dessen Anbindung an die Blutgefäße auch zu einer Kontamination, einer Belastung, des gesamten Körpers, führen können. Während im Allgemeinwissen die Präsenz von Bakterien im Biofilm gut verankert ist, ist das Vorhandensein von Viren im Biofilm und in der Gewebeflüssigkeit rund um das Zahnbett für Manche noch eher neu. Bestätigt ist mittlerweile, dass sich die für Corona relevanten Sars-CoV-2-Viren auch im Speichel nachweisen lassen. Nicht zuletzt deshalb vermutet man im Hinblick auf ein erneutes Ausbrechen der Erkrankung nach einer bereits erfolgten Genesung, dass es im Mund „Reservoire" geben könnte, wo die Viren überleben und zur erneuten Erkrankung führen: Solche Verstecke könnten Zahnfleischtaschen sein. Die Studien sind insofern interessant, weil es für die Zukunft auch darum gehen muss,  ein Wiederaufflackern einer Infektion bei bereits genesenen Menschen zu vermeiden.
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Kleben in der Zahnmedizin: Trocken muss es sein (Tue, 13 Oct 2020)
Wenn eine Zahnfüllung oder eine Teilkrone notwendig wird, wird das entsprechende „Teil" in der modernen Zahnmedizin häufig „geklebt". Spezielle Verbundstoffe sorgen dafür, dass unterschiedliche Füllungswerkstoffe und das natürliche Zahnhartgewebe fest miteinander in Verbindung treten und beispielsweise Bakterien keine Lücke finden, um sich dort einzunisten und auszubreiten. Damit das so dicht wird, gibt es eine Grundvoraussetzung: Beide Seiten, die zusammengeklebt werden sollen, müssen absolut trocken sein. Nun ist der Arbeitsplatz, die Behandlungsstelle, im Mund und damit in einem Bereich, der überall feucht ist und auch feucht sein muss. Ein Weg, Flüssigkeit zu vermeiden, ist beispielsweise die Blutstillung, wenn in tieferen Zahnbereichen „geklebt" werden muss. Diesem Thema hat sich kürzlich eine renommierte zahnärztliche Fachzeitschrift gewidmet. Einerseits sei der etablierte „Kofferdam" insbesondere in Bereichen nahe dem Zahnfleischrand notwendig – eine Art Abdeckungsfolie, die nur die zu behandelnde Region herausschauen lässt. Andererseits gelte zu Recht den Blutstillungsmedikamenten Aufmerksamkeit: Sie sind eine gute Hilfe – aber nicht perfekt. Je nach Produktart dieser Medikamente können beispielsweise die kleinen Kanälchen im Zahnhartgewebe so verändert werden, dass sie mit dem Adhäsiv, dem Klebstoff, nicht mehr zusammenarbeiten. Wie die Untersuchung der Schweizer Wissenschaftler ergab, gibt es derzeit noch keine sinnvolle Möglichkeit, in jedem Fall Feuchtigkeit im Verbund vollständig zu vermeiden. Der abschließenden Reinigung der Behandlungsstelle gilt insofern, so die Autoren der Arbeit, ein großes Gewicht, und die Auswahl passender Produkte dafür sei vielfältig.
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© Dr. Arnim Dörr