DR. MED. DENT. ARNIM DÖRR Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Praxiseigenes Meisterlabor 79777 Ühlingen-Birkendorf * Berghausstr. 16 * Tel. +49 (0) 7743 216
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Wechselnde Informationen aus der Zahnmedizin

Parodontitis: Keime im Blickpunkt (Thu, 21 May 2020)
Der Mund ist nicht nur für die Ernährung eine Eintrittspforte, sondern auch für unterschiedliche Keime – viele davon braucht der Körper für verschiedene Aufgaben nicht zuletzt rund um den Stoffwechsel. Einige aber erweisen sich, wenn sie überhand nehmen und das Gleichgewicht aller Keime aus dem Lot kommt, als krankheitserregend. Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren intensiv geforscht, weil Mund-Bakterien nicht nur für das Entstehen einer Parodontitis ausschlaggebend sind, sondern, wenn sie weiter durch den Körper wandern, auch für Infektionen verschiedener Organe. Je besser man die jeweilige Bakterienfamilie kennt, und je genauer man weiß, wie sie mit anderen Keimen oder auch Pilzen im Mund auskommt, um so besser kann man sie bekämpfen. Dabei rücken immer mal wieder auch solche Bakterien in das Blickfeld der Wissenschaftler, die bisher eine eher nachgeordnete Rolle gespielt hatten. Ein solches Bakterium ist das Fusobacterium nucleatum, wie ein Fachartikel in einer zahnärztlichen Zeitschrift kürzlich darstellte. Eigentlich ist seine Rolle im „Biotop Mund" eher nachgeordnet – ist das Gleichgewicht der Keime aber gestört, zeigt sich seine Infektionen auslösende und Gewebe auflösende Potenz. Dieses Fusobakterium gehört zudem zu solchen Keimen, die über die Blutbahn auch in andere Organe gelangen. Im Rahmen der professionellen Zahnreinigung wird mit unterstützenden Maßnahmen dazu beigetragen, auch diesen Mundkeim soweit zu beseitigen, dass das gesunde Gleichgewicht der Bakterien weitgehend wieder hergestellt werden kann.
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Gewebeersatzmaterial: Rückgriff auf die Natur (Tue, 19 May 2020)
Nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Zahnmedizin gibt es vielfältige Erkrankungen oder Folgen von Unfällen, die zum Verlust von natürlichem Gewebe führen – nicht zuletzt zum Verlust von Knochensubstanz. Insofern ist es eine große Aufgabe für die Wissenschaft, für den jeweiligen Bedarf biologisch überzeugendes und der entsprechenden Belastung angepasstes Ersatz-Gewebe zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um möglichst schonende Verfahren, Gewebe aus dem eigenen Körper an die Operationsstelle zu transplantieren, sondern auch um Neuentwicklungen von Fremdmaterialien. Ein spannendes Projekt dieser Art bearbeitet gerade das Uniklinikum in Bonn: Knochenersatzmaterial, das zusammen mit einer Art Gittergewebe den Knochendefekt auffüllt und zudeckt. Diese Konstellation sorgt für mehr Flexibilität beim Einheilen als eine eher starre Knochenblock-Lösung oder das Arbeiten mit künstlichen Knochenersatz-Granulaten: Die Positionierung der „Granulat-Kügelchen" ist bisher nicht perfekt steuerbar, weil eine „Halterung" fehlt. Diese soll nun durch eine Art Netz aus Spinnenseide ermöglicht werden, so die Bonner Wissenschaftler.
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Parodontitis: Amöbenart beteiligt (Thu, 14 May 2020)
Dass Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte hauptverantwortlich für die Entwicklung einer Zahnbett-Entzündung (Parodontitis) sind, ist hinlänglich bekannt, auch den Patienten. Nun haben Wissenschaftler der Charité in Berlin entdeckt, dass die Bakterien bei ihrer Gewebe-zerstörenden Arbeit kraftvolle Unterstützung haben: eine Amöben-Art. Der Öffentlichkeit bekannt sind Amöben beispielweise durch die sogenannte Amöbenruhr, eine weltweit verbreitete schwerwiegende Erkrankung. Während in diesem Fall Darm-Amöben das Gewebe zerstören, sind es beim Zahnbett spezielle Mund-Amöben. Amöben sind einzellige Parasiten. Sie greifen die Schleimhaut an und ermöglichen krankmachenden Bakterien ein leichteres Eindringen in das Gewebe. Die Forscher haben entdeckt, dass vier von fünf Parodontitis-Patienten solche Amöben in der Zahnfleischtasche aufweisen, aber nur rund 15 Prozent der Menschen mit gesundem Zahnbett. Überprüft wird jetzt, ob es vielleicht an den bisher unterschätzten Amöben liegt, wenn eine Parodontitis-Behandlung nicht so anschlägt wie erwartet. Derzeit gibt es noch keinen einfach anwendbaren Amöben-Test, aber auch hier sind die Wissenschaftler auf einem weiterführenden Weg. Derzeit geht es vor allem darum, die Bakterien zu entfernen, die den Amöben den Weg ins Gewebe bereiten. Hierbei kann eine sorgfältige professionelle Zahnreinigung hilfreich sein.
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